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kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

... alles, was nirgends sonst in eines der Hundeforen paßt

kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Hundi » Fr 11. Mai 2012, 21:27

Hallo liebe Leute!

Was würdet ihr tun? Undzwar ist es so, dass mein Schwager sehr krank ist. So krank, dass es mit ihm sozusagen "auf der Kippe" steht. Er war auch im Krankenhaus für 3 Tage. Hat sich aber gestern wieder selbst entlassen, obwohl es ihm echt beschissen geht... Mein Mann und ich haben seinen Hund (der ist ca. ein halbes Jahr alt) erstmal zu uns genommen. Es war ja ansonsten niemand da, der ihn hätte pflegen können.

Nun ruft mein Schwager seit gestern Abend hier andauernd an und will seinen Hund wieder haben. Da man aber nicht weiß, wie es jatzt alles weiter geht will ich ihm den Hund aber nicht wieder geben. Was ist, wenn der morgen umkippt...? Was, wenn er wieder ins Krankenhaus muss? Was, wenn er zwar da ist, sich aber nicht um den Hund kümmern kann? Denn schon seit einiger Zeit hatte er sich nicht mehr richtig um das Tier gekümmert.

Bitte versteht mich jetzt nicht falsch! Ich will ihm keinen Vorwurf machen. Es geht ihm ja nicht gut. Ich möchte aber dem jungen Hund einiges "ersparen"... Meint ihr, es ist richtig, dass wir den Hund nicht rausgeben? Oder würdet ihr ihn zurückgeben?
Hundi
 

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Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Sara » Sa 12. Mai 2012, 11:16

Schwierige Sache...das stimmt. Einerseits könnt ihr den Hund nicht einfach behalten, sondern ihr müßtet erstmal Schritte gegen den Besitzer einleiten, soll heißen,ihm muss vorgeworfen werden und belegbar sein, das er sich um das Tier nicht mehr kümmern kann. Ob das so einfach ist glaube ich nicht. Jedenfalls wenn er mit der Polizei vor eurer Tür steht, müßt ihr den Hund sicherlich erstmal rausgeben.

Also um es kurz zu machen, im Grunde habt ihr im Moment gar keine Wahl, wenn er den Hund haben will, müßt ihr ihm den aushändigen. Es ist sein Eigentum, so gräßlich es auch klingen mag.
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Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon tikki » Sa 12. Mai 2012, 23:13

hi hundi.

ui! das hört sich ja alles übel an! ich sehe da gleich 2 probleme. also mal abgesehen davon, dass dein schwager den hund fordern kann (mittels polizei etc.), ist da ja noch die menschliche seite. was, wenn dein schwager wirklich in der nächsten zeit "umkippt" und nicht wieder aufwacht...? werdet ihr euch dann nicht vorwürfe machen, dass er seinen hund nicht mehr sehen, ihn knuddeln durfte. was, wenn der hund der einzige halt in seinem leben ist? hmmm... schwierig. was, wenn er sich aufgibt, wenn er den hund nicht wieder bekommt? vllt. hätte er die krankheit besiegt, wenn der hund an seiner seite gewesen wäre...

was bedeutet denn dein satz, dass er sich schon einige zeit nicht mehr richtig um den hund gekümmert hat? kann er nicht mehr mit dem hund gassi gehen oder meinst du z.b. nur die fellpflege? weißt du, worauf ich hinaus will? also das muss man wirklich sorgsam abwägen...
tikki
 

Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Hundi » Mo 14. Mai 2012, 14:20

Hallo und danke!

Ja, dass mein Schwager seinen Hund (wegen Eigentum) herausfordern kann, ist mir schon klar. Aber ich denke eigentlich nicht, dass er so weit gehen würde (also hoffe ich zumindest). Kurz bevor er ins Krankenhaus gekommen ist (also die letzten Tage so ungefähr) hat sich sich im Prinzip gar nicht mehr um den Hund gekümmert. Hat ihn weder gefüttert, noch ist er mit ihm raus gegangen. Der arme Hund hat in die Wohnung machen müssen...

Vielleicht könnt ihr mich jetzt verstehen, warum ich ihm den Hund nicht wieder geben möchte. @tikki: zwar stimmt das, was Du zu bedenken gegeben hast (dass der Hund sein Tröster sein könnte etc.) und darüber mache ich mir ja auch Gedanken... Aber auf der anderen Seite tut mir der Hund auch leid, wenn der nichts zu fressen bekommt usw...

Daher sind mein Mann und ich in einer echten Zwickmühle. Mein Schwager wird wahrscheinlich den Sommer nicht mehr überleben (also es ist ausgeschlossen, dass er die Krankheit besiegt)... Aber sollen wir es riskieren, dass sein Hund auch krank wird oder gar stirbt (wegen verhungern/verdursten), falls mein Schwager das nicht auf die Reihe bekommt...?
Hundi
 

Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Nele » So 20. Mai 2012, 21:49

Hallo Hundi,

och Mensch... das ist ja keine schöne "Sache". In Deiner Haut möchte ich echt nicht stecken, denn ich weiß wie sehr einem ein Hund Trost bringen kann. Gerade in einer so schweren Zeit :cry:

Aber ich könnte es ebenso wenig verantworten, dass dem Hund etwas geschieht... Sag mal, gibt es denn nicht evtl. die Möglichkeit, dass Dein Schwager den Hund zwar wieder bekommt, dass ihr aber täglich hin geht und den Hund versorgt? Dann hätte Dein Schwager seinen Tröster, aber ihr würdet ihn entlasten, dadurch dass ihr euch um das leibliche Wohl des Tieres kümmert... ;)
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Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Hundi » Mi 30. Mai 2012, 22:23

Hallo nochmal!

Also Nele, so einfach ist as nicht. Mein Schwager wohnt eine Autostunde entfernt von uns. Das schaffen wir dann zeitlich nicht. Und es würde im Grunde genommen auch nicht ausreichen 1y täglich hinzufahren und dem Hund das Fressen geben. Denn Gassi gehen muss er ja auch... Und dazu ist es noch ein junger, sehr temperamentvoller Hund, der Beschäftigung braucht...

Es ist hier fast täglich ein hin und her mit dem Schwager. Einmal nimmt er seine Medikamente, dann geht es ihm einigermaßen und will den Hund. Dann überlegt er es sich doch wieder anders. Dann nimmt er seine Medis nicht und dann geht erstmal gar nichts mehr. Und so weiter. Ich glaube, er weiß selber nicht, was er will. Jetzt grad geht es ihm wieder mies, aber er meinte, er wolle den Hund lieber nicht zurück.

Mein Mann und ich sind uns inzwischen einig, dass er den Hund wirklich nicht mehr zurück haben kann. Es geht einfach nicht! Wir werden ein schönes, neues Zuhause für ihn suchen. Bei uns bleiben kann er auf Dauer nicht, da unser älterer Rüde von ihm echt gestresst ist... das will ich meinem Hund dann auch nicht zumuten. Aber trotzdem werden wir uns die möglichen Interessenten genau ansehen...

Vielen Dank für eure Meinungen. Hat gut getan, sich mal drüber auszutauschen!

Und falls jemand einen Schnauzermix, etwa 8 Monate alt, Rüde, haben will (und ihm gewachsen ist^^), der kann das hier bitte posten. ich schau ab und zu mal vorbei ;) Achso: es wäre im Raum Berlin..
Hundi
 

Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Luna » Mi 4. Jul 2012, 20:46

Hallo Hundi^^

Oh Mann, das ist ja eine doofe Sache. Wie siehts denn inzwischen aus? Habt ihr den Hund schon vermittelt? Oder vllt. dem Schwager sogar zurückgegeben? Ich mein, wenn der euren alten Hund so nervt, dann ist das ja auch Mist! Aber dann müßt ihr dem jungen Hund mal klare Ansagen machen, dass er den Opa in Ruhe lassen soll... Was macht denn der "Bengel", dass er so stresst???
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Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Hundi » Sa 7. Jul 2012, 17:59

Tja, Luna, der junge Hund ist immer noch bei uns. Wir hatten zwar schon Interessenten. Die haben dann aber doch wieder einen Rückzieher gemacht. Mein Schwager bekommt den Hund jedenfalls nicht zurück, so viel steht fest. Aber es ist wirklich etwas stressig. Was der Jungspunt so treibt, willst Du wissen? Na der Hund hat nur Blödsinn im Kopf! Er tut hier so, als wäre er die Nr. 1. Klaut meinem alten Rüden sein Spielzeug, will sein Futter auffressen, drängelt ihn von der Haustür weg, wenn ich nach Hause komme... alles solche "Scherze". Ich könnte mir vorstellen, dass es eines Tages knallt. Obwohl mein alter Hund ja ein Gemütstier ist und ihm bisher alles durchgehen läßt.

Davor habe ich ein wenig Bammel. Denn wenn es wirklich dazu kommen sollte, dann ist der Kleine platt (mein alter Hund hat rund 80 Kg Lebendgewicht^^). Ich versuche ja auch etwas in Richtung Erziehung mit dem jungen Hund. Manchmal muss ich lauter werden (der ist sooo stur). Aber dann verkrümelt sich mein Großer, weil der so sensibel ist.. (obwohl er ja gar nicht gemeint war). Deswegen verkneife ich es mir meistens... Habt ihr evtl. ein paar Tipps, wie ich das hier geregelt bekomme, ohne dass der alte Hund darunter leiden muss...?
Hundi
 

Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Luna » Di 17. Jul 2012, 19:51

Ahso... hmm, nja, Du brauchst ja nicht unbedingt "laut" werden, um einen Hund zu erziehen ;) Also wenn Du Deinen alten Rüden immer bevorzugst, dann merkt der Junghund bald, dass er eben nur die Nr. 2 ist. Du darfst ihn einfach nich beachten, wenn der sich vordrängelt und so. Dann mußt Du z.B. trotzdem zielgerichtet auf Deinen alten Rüden zugehen und diesen zuerst begrüßen! Nja, und Futter eben dem alten Hund zuerst geben (notfalls mußt Du den jungen Hund anleinen, damit er nicht zum Futter des Großen kommt).

Du mußt dem jungen Hund eben bloß duech Dein eigenes Verhalten zeigen, dass der erste Hund eben auch Nr. 1 ist. Wenn Du auf die Spinnereien von dem jungen Hund eingehst... nja, dann hast schon verloren ;)
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Re: kranker Hundehalter - was würdet ihr tun?

Beitragvon Hundi » Mi 18. Jul 2012, 11:53

Hallo nochmal!

Danke Luna, aber es hat sich mittlerweile erledigt. Wir konnten den Hund jetzt vermitteln. Jetzt Samstag ist er in ein neues Zuhause gegangen... Und wißt ihr was? Der kleine Stinker fehlt mir jetzt total. Ich hatte ihn schon in mein Herz geschlossen. Auch wenn es ein recht anstrengender Hund ist und ich mich auch öfter Mal über ihn ärgern mußte... Aber ich bin jetzt irgendwie echt traurig, dass das Hundi weg ist! :(

Aber ich glaube (und hoffe), dass er es dort jetzt gur hat. Da ist er der einzige Hund und bekommt wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit, als ich es ihm geben konnte...

Danke nochmal an euch alle, für eure "Unterstützung" :)
Hundi
 

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